Sonntagsgedanken – Update

Mir ist aufgefallen, dass mein letzter Sonntagsgedanken Blogpost schon eine ganze Weile her ist und habe mich gefragt, woran das eigentlich liegt. Ich habe nämlich schon immer sehr gerne und viel geschrieben, sei es Geschichten oder Tagebücher und auch mit dem Formulieren meiner Gedanken hatte ich nie wirklich Probleme. In letzter Zeit hat sich da jedoch irgendetwas verändert. Zwar schweben mir täglich viele Gedanken im Kopf herum, aus denen ich einen solchen Beitrag formen könnte, aber irgendwie habe ich das Gefühl die Dinge nicht mehr zu Ende zu durchdenken- vielleicht bin ich fauler geworden. Auch wenn das komisch klingen mag, kommt es mir so vor, als ob ich meine Gedanken dann regelrecht unterdrücke, wenn ich mich mit meinem Handy beschäftige. Besonders abends vor dem Schlafengehen- deswegen versuche ich schon eine ganze Zeit meinen Konsum einzuschränken, was mir aber erstaunlich schwer fällt. Das Durchscrollen und willkürliche Liken in sozialen Netzwerken, sowie die jeden Tag hundertfach-aufleuchtenden Nachrichten lassen mich auf irgendeine Art und Weise abstumpfen. Lassen die Gedanken, die mich eigentlich beschäftigen nur sehr selten in mein Bewusstsein vordringen.

Was beschäftigt mich denn jetzt eigentlich? Dadurch, dass man heutzutage so unendlich viele Möglichkeiten hat und diese eben auch von verschiedensten Seiten vorgelebt bekommt, habe ich permanent das Gefühl etwas zu verpassen. Sei es beruflich oder privat- etwas, das man eigentlich machen “müsste” aber einfach nicht macht. Ich habe das Gefühl erschlagen zu werden von den Möglichkeiten, die ich haben könnte, aber eben nicht ergreife. Andauernd habe ich den Gedanken, nicht genug aus meinem Leben zu machen oder die falschen Entscheidungen zu treffen. Und wenn ich es mir selbst eingestehe, beschleicht mich auch immer wieder das Gefühl, überhaupt nichts Sinnvolles mit meiner Freizeit anzufangen (beispielsweise auch hier auf dem Blog). Ich ertappe mich also immer wieder dabei unzufrieden zu sein, und dass, obwohl ich dazu ehrlich gesagt überhaupt gar keinen Grund habe. Und das möchte ich mir in den nächsten Wochen immer wieder vor Augen führen- ich habe ein tolles Leben, durfte schon viel erleben, habe zu jedem Zeitpunkt unendlich viele Möglichkeiten und eben keinen vorgegebenen Weg. Alles was man tut hat Konsequenzen, aber man kann auch jeden Augenblick etwas ändern und eine genau gegenteilige Richtung einschlagen. Ich sollte versuchen die Möglichkeiten als das anzusehen was sie sind: nämlich als Möglichkeiten- kein Muss, kein Solltest, nichts Negatives. Es ist nicht schlimm, wenn ich nicht im Ausland studiert habe, nicht ganz weit weg gezogen bin oder eben keinen Yoga Kurs auf Bali gemacht habe. Viele dieser Gedanken sind natürlich stark verknüpft mit den sozialen Medien, das ist mir bewusst- und das muss ich mir auch immer wieder bewusst machen.

Mir ist in der letzten Woche noch etwas aufgefallen: Besonders wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die gar nichts mit Make-up o.ä. anfangen können, fällt mir immer wieder auf, wie Oberflächlich und Unsinnig manche das Ganze wahrscheinlich finden könnten (sei es mein Blog, Instagram oder YT). Ich habe sehr viel darüber nachgedacht und muss zugeben, ja vielleicht ist es alles übertrieben und der Konsum ist teilweise etwas irrsinnig- aber was soll ich sagen? Ich liebe es. Man lernt tolle Menschen kennen und es macht mir einfach Spaß über Beauty zu sprechen, zu schreiben und mich auszutauschen. Außerdem bietet es einen guten Kontrast zu meinem Jura Studium und den anderen ernsten Dingen, mit denen man sich beschäftigen muss. Also ist es mir mittlerweile egal, was andere denken könnten, weil der Blog/Instagram mein Hobby ist- Leben und Leben lassen. 🙂

Ansonsten beschäftigt mich täglich meine Examensvorbereitung, zu der ich nochmal einen eigenen Blogpost verfassen möchte. Seit einem Monat versuche ich nun meinen Lernrhythmus zu finden- finde ihn auch und verliere ihn die nächste Woche wieder (exakt genauso geht es mir übrigens mit meiner Motivation).

Aber ich möchte mich nicht beschweren, wollte nur endlich mal wieder meine momentanen Gedanken mit euch teilen- zwar etwas wirr, aber egal. Das Positive in diesen Tagen: der Herbst liegt in der Luft, worüber ich mich so so sehr freue.

Mich würde sehr interessieren, welche Dinge euch momentan so beschäftigen und worüber ich mal wieder schreiben könnte. Möchte nämlich in nächster Zeit wieder häufiger meine Sonntagsgedanken mit euch teilen.

Happy sunday!:)

xx Anna.

2 Kommentare bei „Sonntagsgedanken – Update“

  1. Liebe Anna,
    ich mag deinen Gedankenpost sehr. Sowas lese ich besonders gerne, es ist einfach so viel persönlicher. Ich kann mich vor allem sehr gut mit vielen deiner Worte identifizieren, mir geht es oft ähnlich und ich mache mir sehr viele ähnliche Gedanken wie du.. Oft fühle ich mich auch, als würde ich mich viel zu leicht ablenken lassen, zu wenig mit meiner Freizeit anfangen und mein Leben verstreichen lassen.. Dann stelle ich wieder fest, dass ich doch schon einiges mache und erlebt habe.. Man muss wirklich lernen sich nicht immer mit allem zu belasten und auch nicht unter Druck zu setzen.. Manchmal finde ich das leichter und manchmal schwieriger 🙂
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Gedankenpost <3
    Liebe Grüße,
    Julie

  2. Deine Gedanken könnten aus meinem Kopf kommen.
    Es ist doch wahnsinnig auch gerne mal 30-40€ für Lidschatten auszugeben aber naja, wir lieben es einfach – ich denke, dass verstehen die wenigsten.
    Mich beschleicht auch immer wieder das Gefühl etwas zu verpassen – ich bin 22 Jahre alt und habe noch nicht viel gesehen, die Familienplanung rückt auch näher und es kann gut sein, dass wir uns in 5 Jahren vergrößert haben, mehr Platz brauchen und ganz andere Sorgen haben aber ich möchte noch so viel sehen, bevor ich mich fixiere und so einen großen Meilenstein angehe. Verstehe mich nicht falsch, ich kann mir nichts schöneres vorstellen als Mutter zu werden in 4-5 Jahren aber ich möchte später nicht das Gefühl haben, dass mir etwas abgeht..

    Naja, dieses Gedankenwirrwarr schwirrt gerade bei mir herum, du siehst – keine Gedanken sind geordnet. 🙂

Schreibe einen Kommentar