Sonntagsgedanken #5

Follow my blog with Bloglovin

Ende des Monats. Schon wieder.

Mein letzter Sonntagsgedanken-Post ist bereits eine ganze Weile her- womit wir auch schon direkt im Thema drin wären. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass die Zeit extrem schnell vergeht. Mir ist bewusst, dass man genau diesen Satz im Moment überall aufschnappt, liest und hört- aber dadurch bekommt er nicht weniger Bedeutung zugeschrieben, ganz im Gegenteil.  Woran liegt das? Nutze ich meine Zeit richtig? Und was mache ich überhaupt den ganzen Tag?

 

Am Anfang des Jahres hatte ich mir das großes Ziel vorgenommen, bewusster zu Leben- also meine Zeit besser zu Nutzen, Dinge genauer wahrzunehmen und mich mehr über diese Sachen freuen, die selbstverständlich geworden sind. Und vor allem besser zu Planen und zu Organisieren. Außerdem wollte ich mir einige Erinnerungen aufschreiben, da ich mich als sehr vergesslicher Mensch nicht immer an alles direkt erinnern kann.

Mein Fazit soweit: ernüchternd. Ich bin noch genauso chaotisch wie letztes Jahr und trage mich auch immer noch mit dem Gedanken herum, bis jetzt nichts Wirkliches geleistet zu haben. Ich habe in diesem Jahr weder ein einziges Buch zu Ende gelesen (und früher habe ich haufenweise Bücher verschlungen), noch viel für die Uni nachgeholt, noch meinen Handykonsum minimiert. Und bei letztgenanntem liegt glaube ich das Problem. Beobachtet euch mal, wie lange ihr am Tag an eurem Handy verbringt, Fotos postet, Kommentare und Likes checkt- und daran möchte ich soweit nichts kritisieren, auch ich verbringe super gerne (und viel Zeit) beispielsweise auf Instagram oder auf Facebook. Kritisch wird es bei mir nur dann, wenn ich mich einfach Mitten am Tag auf mein Bett lege und willkürlich im Internet surfe, dann bei irgendwelchen Profilen bei Facebook lande von Menschen, die ich überhaupt nicht kenne, mein letztes gepostetes Bild zum 100x nachschaue oder unüberlegt Dinge in meinen Einkaufswagen bei Zalando lege. Zuvor war mir überhaupt nicht bewusst, wie viel Zeit mir dabei verloren gegangen ist. Ihr könnt euch ja mal einen Wecker stellen auf 20-30 Minuten und dann das oben Gesagte tun- ihr werdet erstaunt und erschrocken sein, wie schnell doch so eine kurze Zeitspanne vergeht, wenn man sich ablenkt. Und vor allem: Man denkt nicht nach, es werden keine oder nur sehr wenige Informationen dabei überhaupt verarbeitet. Hierin liegt auch ein Punkt, der mir diese Woche besonders aufgefallen ist- auch beim Schreiben dieses Beitrags- ich bin im Moment so unkreativ wie nie zu vor, habe wenige Ideen und eine extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne.. Vieles davon schreibe ich leider meinem Iphone zu.

Oh, eine Nachricht bei Whatsapp und ein neuer Snap von Lena (der wird bestimmt wichtig sein) – Moment.

 Aber ich denke mir, das Erkennen ist der erste Weg zur Besserung. Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Möglichkeiten, die wir heutzutage haben, und ich bin auch sehr gerne auf sozialen Medien aktiv, aber ich brauche nicht bei jeder Nachricht sofort auf mein Handy zu gucken, oder jede viertel Stunde mein Instagramprofil zu checken- darauf möchte ich in den nächsten Wochen unbedingt achten. Vielleicht habe ich dadurch die Möglichkeit, die Zeit gefühlt etwas zu verlangsamen. 

Ich habe mir zudem überlegt, eine Art ‘Bucketlist’ zu erstellen, in der ich die Dinge festhalten möchte, die ich vor meinem 25. Lebensjahr erreicht haben möchte. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich im Moment einfach nur vor mich hin lebe und gar kein genaues Ziel vor Augen habe- ich weiß nicht mal mehr auf welchen Beruf ich hinausarbeite und was ich eigentlich nach der Uni machen möchte. Aber die Zeit rast, und ich fühle mich immer noch wie kurz nach meinem Abi vor vier Jahren (krass, schon so lange her!)- planlos. Deshalb habe ich auch beschlossen meinen Arbeitsvertrag bei The Body Shop nicht weiter zu verlängern, ich brauche einfach ein bisschen Zeit um herauszufinden was ich möchte, in viele verschiedene Bereiche hineinschauen, die ich nach meinem Studium einschlagen kann,  mich mehr um den Blog zu kümmern und vor allem um mich endlich richtig auf mein Jura-Examen vorzubereiten. Nächste Woche ist meine letzte Arbeitswoche, und ich bin super gespannt was danach auf mich zu kommt- vor allem auf die Spontanität freue ich mich sehr.

Bevor der Beitrag noch endlos lang wird, beende ich ihn lieber an dieser Stelle. Zwar schwirren mir noch viele weitere Themen im Kopf herum- aber da diese “Serie” hier auf meinem Blog nun etwas öfter erscheinen soll, hebe ich sie mir einfach für die nächsten Sonntagsgedanken auf.

Was hat euch diese Woche beschäftigt und geht es euch mit dem Zeitgefühl ähnlich wie mir?

 

xx Anna. 

2 Replies to “Sonntagsgedanken #5”

  1. Du schreibst so schön über deine Gedanken! Ich habe auch so oft das Gefühl, dass ich sinnlos am Handy hänge. Aber dann denke ich mir, dass das irgendwie auch oft die einzigen Pausen sind, die ich mir gestatte. Es sind einfach so viele Dinge täglich zu tuen. Mach dir nicht zu viel Zukunftsstress. Eine Sinnkrise hat jeder am Ende oder während seines Studiums. Man darf nur nicht zu sehr den Kopf in den Sand stecken. Du bist toll und wirst noch viel schaffen! <3

    1. Danke, für dein liebes Kommentar!
      Ja, damit hast du so recht.. 🙂
      Ich wünsche dir ein tolles Wochenende.♡

Schreibe einen Kommentar